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  • sonja koppitz

65 Jahre Antidepressiva - Eine Pille zwischen Hilfe und Hoffnung

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Ein Interview in Deutschlandfunk Kultur

 

1952 wird durch einen Zufall das erste Antidepressivum entdeckt! Während der Entwicklung der Antibiotika gegen die Tuberkelbakterien in der Tuberkulosebehandlung wird das Medikament Iproniazid getestet. Ärzt*innen im Sea View Hospital auf Staten Island in New York fällt die stimmungsaufhellende, antriebssteigernde Wirkung dieses Mittels auf, selbst wenn sich die Tuberkulose nicht besserte. 1958 wird der Wirkstoff Iproniazid zur Behandlung von Depressionen zugelassen, etwa zur gleichen Zeit wie Imipramin, das bis heute erhältlich ist.

Zum Jubiläum dieser Entdeckung habe ich mit Liane von Billerbeck über meine persönlichen Erfahrungen mit Antidepressiva gesprochen.


Fazit: Es gibt keine Glückspille. Antidepressiva machen leider nicht auf einen Schnipp plötzlich gesund. Sie haben eine Wirklatenz von einigen Wochen – das bedeutet, dass man zu Beginn der medikamentösen Therapie zwei bis vier Wochen warten muss, bis eine spürbare Wirkung eintritt. Tritt sie nicht ein, tritt man auf der Stelle. Also: Warum oder warum nicht Antidepressiva nehmen? Was sind die Nebenwirkungen? Wie wirken diese Medikamente überhaupt? Und warum verhindern sie keine Suizide? Mehr Informationen zum Thema gibt es auch im Buch "Antidepressiva" von Prof. Dr. med. Tom Bschor.



Prof. Bschor ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Antidepressiva und Mitautor der Behandlungsleitlinie für Depressionen. Deswegen habe ich ihn bereits mehrmals interviewt. Zum Beispiel hier:




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